Sammeln und Bauen: Die Erschließung der frühneuzeitlichen Architekturzeichnungen und Traktate in den Archivbeständen des ehemaligen Fürstentums Braunschweig-Wolfenbüttel

Forschungsprojekt gefördert mit Mitteln des Zukunftsfonds aus der DFG-Programmpauschale der TU Braunschweig (Dr.-Ing. Simon Paulus)

Für die Erforschung der Quellen zur europäischen Architekturgeschichte und -theorie in der Frühen Neuzeit bieten die bisher kaum bearbeiteten Sammlungsbestände des ehemaligen Fürstentums Braunschweig-Wolfenbüttel einen bemerkenswerten Fundus.
Die überwiegend in der Herzog-August-Bibliothek und dem Niedersächsischen Staatsarchiv in Wolfenbüttel aufbewahrten Konvolute und Dokumente (Zeichnungen, Stiche, Manuskripte, Traktatliteratur u.a.) belegen und dokumentieren nicht nur die Beziehungen des Wolfenbütteler, bzw. Braunschweiger Fürstenhauses zu den europäischen Nachbarn auf besondere Weise, sondern gewähren darüber hinaus einzigartige Einblicke in die Vermittlungs- und Instrumentalisierungsformen der Architektur und des Bauwesens im 17. und 18. Jahrhundert. Das Forschungsprojekt widmet sich der wissenschaftlich-systematischen Erschließung und kritischen Neusichtung dieser Bestände. Im Vordergrund steht zunächst die Erarbeitung einer Bestandsübersicht, die neue Fragestellungen und Erkenntnisse im Hinblick auf Zusammengehörigkeit und Zuordnung der einzelnen Bestandsgruppen erbringen soll und auf deren Grundlage dann eine weitere methodische und gezielte Auswertung erfolgen kann. Übergeordneter Aspekt dieser Untersuchung ist die Frage nach der Sammlungsintention sowie der Provenienz und der damit verbundenen Prozesse sowie die Einbindung in das kulturgeschichtliche Forschungsfeld zum architekturtheoretischen und baupraktischen Wissenstransfer im Europa der Frühen Neuzeit.

Kontakt: s.paulus[at]tu-bs.de