Pilgern zum Mittelpunkt der Welt

Vertiefung MVE [statt BV]

Vertiefung zum gleichnamigen Entwurf am IDAS

(Prof. Almut Grüntuch-Ernst).

 

Dr. Martin Peschken, Dipl.-Ing. Christian von Wissel

Termine in Absprache

 

 

Exkursion nach Israel
vom 22.04.2014 bis 29.04.2014

 

Jerusalem - für Juden, Christen und Moslems eine Heilige Stadt - ist seit vielen Jahrhunderten das Ziel von Pilgern aus sehr verschiedenen Weltregionen und deren Kulturen. Daher bedarf der Entwurf eines interreligiösen Pilger-Zentrums auf dem Ölberg einer besonders behutsamen Interpretation des 'genius loci', an dem sich Erwartungen und Vorstellungen unterschiedlicher Herkunft und Zeiten mit der lokalen Überlieferung sehr vielschichtig überlagern. Der Ort liegt in Sichtweite des Tempelbergs, wo sich die Westmauer des zweiten jüdischen Tempels ("Klagemauer"), der Felsendom und die Al Aqsa-Moschee befinden. Der Ölberg selbst spielt in allen drei Religionen eine zentrale Rolle. Er ist Schauplatz bedeutender Szenen im Leben Jesu (und damit der christlichen Offenbarung), was insbesondere im 20. Jahrhundert zu einer regen Bautätigkeit christlicher Kultorte geführt hat. Am Fuß des Ölbergs, im Kidron-Tal, wird nach jüdischer Überlieferung und der des Islam der Ort des Jüngsten Gerichts sein.


In gemeinsamer Lektüre und Übungen - auf der Exkursion und in weiteren Blockveranstaltungen - werden wir uns dem genius loci, den Schichten kollektiver Imaginationen um den Ölberg und ihrer Manifestation vor Ort annähern.

 

Abgabetermin: 19.08.2014