Welterbe Moderne Architektur

Performance Kunst

Seminar A3 + M1/2

Arne Herbote

 

Das architektonische Werk von Le Corbusier setzte die UNESCO im Juli dieses Jahres als herausragenden Beitrag zur Moderne auf ihre Welterbeliste, darunter Bauten in Ronchamp, Stuttgart und Tokio. Die Kultur-Organisation der UNO führte damit die Tendenz fort, neben Einzelobjekten auch das Gesamtwerk bzw. Werkreihen bedeutender Architekten mit ihrem Titel zu adeln. Eine Auswahl der Bauten F. L. Wrights ist derzeit ebenfalls unter den Anwärtern auf das Welterbesiegel, das bereits einzelnen Bauten und Ensembles beispielweise von E. G. Asplund, W. Gropius, L. Mies van der Rohe, O. Niemeyer und J. Utzon erhalten haben.

Jährlich erweitert sich die auf der Welterbekonvention basierende Liste um u. a. Solitäre, Werkreihen und ganze Stadtbezirke. Vermehrt kommen dabei jüngere Bauten, die der Moderne zuzurechnen sind, zum Zuge. Gegenstand des Seminars sind diese jüngeren Objekte der Welterbeliste und damit zusammenhängende Fragen nach Beweggründen, Kontexten und Folgen ihrer Aufnahme. Welche Akteure etwa machen mit welchen Zielen und gegen welche Widerstände moderne Architektur zum Teil des Welterbes? Welche Nutzungen erscheinen angemessen, welche Kontrollmechanismen steuern die Entwicklung der Welterbestätten und ihrer Umgebung? Wie wirken sich der fokussierte Blick der Öffentlichkeit, Musealisierung und touristische Vermarktung auf die Baudenkmale aus? Welche Beiträge leisten Architekten und Stadtplaner hierbei?

Zwei Tagesexkursionen führen zu Welterbestätten in der Region und bieten die Gelegenheit, Gespräche mit Akteuren zu führen. Die Teilnehmenden nähern sich zunächst einer Welterbestätte mit einem Kurzreferat an, um dann individuell eine Fragestellung hierzu zu entwickeln und ein Referat auszuarbeiten. Den Abschluss des Seminars bildet eine schriftliche Ausarbeitung.

 

Einführungsveranstaltung: 17.10.2016, um 15 Uhr

montags 15-17 Uhr

Ort: Seminarraum gtas

 

Leistungsumfang: 

Regelmäßige Teilnahme, Referat, Seminararbeit, und die erfolgreiche Teilnahme am Angebot "Wissenschaftliches Arbeiten für Architektur-Studierende" der Universitätsbibliothek (Präsenztermin am 04.11.2016 und blended learning via StudIP) sind Voraussetzung zur Anerkennung des Moduls A3.

 

Abgabetermin: 20.02.2017