Polysphäre

Performance Kunst

Seminar A3 + M1/2 + SD

Martin Peschken

 

 

 

 

 

Länge mal Breite mal Höhe. Mal Zeit. ... Mal Programm mal Gestaltung mal Atmosphäre mal Gebrauch mal Imagination... Spätestens seit dem 'spatial turn' der 1990er Jahre hat die (philosophische) Problematisierung des Raumbegriffs sämtliche Humanwissenschaften aufgemischt. Raum-der-uns-angeht lässt sich nur noch begreifen als eine Vielzahl sich überlagernder Sphären, als Poly-Sphäre.

Eine besonders komplexe Polysphäre stellt der so genannte öffentliche Raum dar, der in der städtischen Wirklichkeit in eine Vielzahl von Räumen unterschiedlichsten Charakters und Gebrauchs zerfällt, von der Verkehrsschneise über leftover-spaces bis zur repräsentativen Stadtloggia. Was genau macht diese Unterschiede aus? Welche physischen und immateriellen 'Schwellen' strukturieren die Sphären und grenzen sie von nicht-öffentlichen Räumen ab? Und wer oder was produziert sie? Welche Rolle spielt dabei die Gestaltung des Freiraums und seiner architektonischen Begrenzung?

Im Seminar wollen wir zunächst unsere Wahrnehmung der unterschiedlichen Sphären im Braunschweiger Stadtraum verfeinern und uns hiervon ausgehend mit zentralen Positionen der Phänomenologie, der Soziologie und Architekturtheorie befassen. Mit derart erweitertem Horizont sollen schließlich selbst gewählte Braunschweiger Orte auf ihre Polysphärik hin untersucht werden. Dabei mögen auch Strategien künstlerischer Forschung zum Einsatz kommen.

 

 

TERMINE:

10. April, 15-19 Uhr, TREFFPUNKT: Hagenmarkt, Braunschweig, Vorplatz Katharinenkirche 

8. Mai, 15-19 Uhr, Seminarraum gtas 

12. Mai (Freitag!), 10-14.30 Uhr, Seminarraum gtas 

15. Mai, 15-16.30 Uhr, Seminarraum gtas 

29. Mai, 15-19 Uhr, Seminarraum gtas und draußen 

10. Juli, 15-18 Uhr, Seminarraum gtas

 

Leistungsumfang: 

Regelmäßige Teilnahme, Referat, Seminararbeit, und die erfolgreiche Teilnahme am Angebot "Wissenschaftliches Arbeiten für Architektur-Studierende" der Universitätsbibliothek (Präsenztermin und blended learning via StudIP) sind Voraussetzung zur Anerkennung des Moduls A3.

Abgabetermin: 28.08.2017

 

 

Voraussetzung:

Abschluss des Moduls "Geschichte und Theorie 1" oder "Geschichte und Theorie 2" Die Teilnahme am Workshop "Wissenschaftliches Arbeiten für Architekturstudierende" ist bei Belegung des Seminars Pflicht. 

 

UB-Modul "wissenschaftliches Arbeiten":

Das Department Architektur hat einen Leitfaden zum wissenschaftlichen Arbeiten erstellt. Der Inhalt dieses Leitfadens wird den Studierenden innerhalb der A3 Seminare vermittelt.

Darüber hinaus bietet das Informationskompetenz-Projekt der UB eine Blockveranstaltung mit dem Titel "Wissenschaftliches Arbeiten für Architektur-Studierende" an. Diese Veranstaltung ist integraler Bestandteil aller A3 Seminare des Instituts für Baugeschichte und des gtas. Der Workload entspricht einem Leistungspunkt (1 LP) innerhalb des A3 Moduls. Im Rahmen der Veranstaltung werden die Themenbereiche Literaturrecherche, Zitieren und Bibliografieren in Präsenzterminen und Selbststudium bearbeitet.

Leistung: Bearbeitung von vier Aufgaben in Form von Übungsblättern und einer schriftlichen Ausarbeitung 
Termine: Die erste Sitzung findet am 28.04.2017 ab 9.45 bis 11.15 Uhr statt. Die zweite Sitzung findet 02.06.2017 ab 9.45 bis 11:45 Uhr statt.
Abgabe der Übungen: 26.05.2017 (upload in StudIP)
Leitung: Dr. Simone Kibler, Projekt Informationskompetenz, UB

 

Bild: a lazy tribute to Valie Export, gtas