Teilhabe gestalten

Performance Kunst

Seminar A3 + M1/2 + SD

Christian v. Wissel

 

 

 

 

 

Jeder als 'Behinderung' beschriebene Zustand einer Person ist immer auch Ausdruck des Behinderns eben dieser Person durch für sie unzulängliche gesellschaftliche, politische und nicht zuletzt räumliche Umstände. 'Behindert sein' ist somit zwingend auch als 'behindert werden durch andere' zu verstehen und muss entsprechend im Zusammenhang mit der Herstellung, Verwendung und Eigenlogik gesellschaftlicher Konventionen, rechtlicher Standards und technischer Normen diskutiert werden.

Hier stehen auch Architektur und Stadtplanung in der Verantwortung. Was leisten barrierefreie und 'intelligente' Straßen, Häuser und Wohnungen (zum Beispiel auch fürs Alter), wenn es darum geht, Unterschiedlichkeit in Vielfalt gemeinsam zu leben und Teilhabe vollumfänglich, selbstbestimmt und uneingeschränkt zu realisieren? Wie tragen Architektur und ihre mechanische, sensorische und digitale Anreicherung dazu bei, Begegnungsräume zu schaffen und so Barrieren in den Köpfen der Mehrheitsgesellschaft aufzubrechen um Andere nicht länger aufgrund ihrer körperlichen oder geistigen Fähigkeiten, ihrer sozialer Herkunft oder ihrer Hautfarbe zu behindern? 

Das Seminar nimmt die Zusammenhänge von Architektur und Inklusion in den Blick. Das Interesse spannt von der allgemeinen Technikgeschichte einzelner Bauteile (z.B. des Fahrstuhls oder der elektrischen Schiebetür) bis zur vergleichenden Analyse Personen- oder Technik-gestützter "Lösungs"-Ansätze in Gestaltung, Betrieb und Nutzung von Gebäuden und Stadträumen. Dabei werden wir das Verhältnis von Raum und Mensch/menschlichem Körper, von Architektur und Ethik, grundsätzlich in den Blick nehmen. 

 

TERMINE:

Einführung am: 10.4.2017

Ort: Seminarraum gtas,

Montags, den 10.4., 24.4., 8.5., 15.5., 22.5., 29.5., 12.6., 19.6., 26.6. und 10.7.2017

jeweils 11.00 - 13.00 Uhr

 

Leistungsumfang: 

Regelmäßige Teilnahme, Referat und Seminararbeit, sowie die erfolgreiche Teilnahme am Angebot "Wissenschaftliches Arbeiten für Architektur-Studierende" der Universitätsbibliothek (Präsenztermine und blended learning via StudIP) sind Voraussetzung zur Anerkennung des Moduls A3.

Abgabetermin: 28.08.2017 

 

 

UB-Modul "wissenschaftliche Arbeiten":

Das Department Architektur hat einen Leitfaden zum wissenschaftlichen Arbeiten erstellt. Der Inhalt dieses Leitfadens wird den Studierenden innerhalb der A3 Seminare vermittelt.

Darüber hinaus bietet das Informationskompetenz-Projekt der UB eine Blockveranstaltung mit dem Titel "Wissenschaftliches Arbeiten für Architektur-Studierende" an. Diese Veranstaltung ist integraler Bestandteil aller A3 Seminare des Instituts für Baugeschichte und des gtas. Der Workload entspricht einem Leistungspunkt (1 LP) innerhalb des A3 Moduls. Im Rahmen der Veranstaltung werden die Themenbereiche Literaturrecherche, Zitieren und Bibliografieren in Präsenzterminen und Selbststudium bearbeitet.

Leistung: Bearbeitung von vier Aufgaben in Form von Übungsblättern und einer schriftlichen Ausarbeitung 
Termine: Die erste Sitzung findet am 28.04.2017 ab 9.45 bis 11.15 Uhr statt. Die zweite Sitzung findet 02.06.2017 ab 9.45 bis 11:45 Uhr statt.
Abgabe der Übungen: 26.05.2017 (upload in StudIP)
Leitung: Dr. Simone Kibler, Projekt Informationskompetenz, UB

 

 

Bild: a lazy tribute to Valie Export, gtas