INSTITUTSPROFIL

Geschichte und Theorie der Architektur und Stadt

Das Institut für Geschichte und Theorie der Architektur und Stadt (gtas) an der Technischen Universität Braunschweig ist der Erforschung, Analyse und Dokumentation der politisch-ökonomischen Rahmenbedingungen und ethisch-zivilgesellschaftlichen Ansprüchen an die Raumproduktion gewidmet.

Wir verstehen das Sichtbarmachen von Entscheidungsprozessen und Machtstrukturen, von den Wechselwirkungen und Abhängigkeiten, innerhalb derer Raum entsteht und existiert, als unentbehrliches Instrument, um jenen kritisch verhandelbar und eine transformativ-emanzipatorische Raumproduktion möglich zu machen. Denn: nur wenn Fragen nach Privileg, Interessen oder Macht offen gelegt sind, können andere Ansätze - other ways of doing - überhaupt erst gedacht und mobilisiert werden. Das viel geforderte Recht auf Stadt, zum Beispiel, ist nur umsetzbar, wenn nicht nur die Objekte der Architektur sondern auch die Systeme, die diese Objekte produzieren, systematisch hinterfragt werden.

Dieser kritisch-reflexive Ansatz ist sowohl in der Lehre wie auch in der Forschung resolut historisch verankert, wird interdisziplinär abgeleitet und trans-lokal erörtert, so dass zeitgenössische Themen - Migration, Wohnungsfrage, Klimawandel oder Agency - immer innerhalb von größeren globalen Debatten gefasst werden. Damit positioniert sich das Institut entschieden gegen die modernistische Fragmentierung und Abstrahierung von Wissen und verschreibt sich dezidiert der Erforschung von komplexen Apparaten oder Maschinen und der Konfiguration von anderen Möglichkeiten. 

Seit dem 1. September 2018 wird das Institut für Geschichte und Theorie der Architektur und Stadt und die Sammlung für Architektur und Ingenieurbau (saib) von Prof. Dr. Tatjana Schneider geleitet. 

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The Institute for the History and Theory of Architecture and the City at the Technical University Braunschweig is dedicated to the investigation, analysis and documentation of the polito-economical frameworks and ethical demands for architecture and architects in the context of a new civil society.

We understand the making-visible and, therefore, understanding of decision-making structures as well as the interdependencies between such systems as an essential if not indispensable instrument for a negotiable, transformative and emancipatory production of space. This is important as other ways of doing become thinkable only when questions about privilege, interests or power are exposed and their layers revealed. The much-demanded right to the city, for example, can only be realised if and when the very systems that produce architectural projects and objects become the focus of investigation.

This critical-reflexive point of departure is anchored in teaching and research through the exploration of historical lines of flight and situated within interdisciplinary discussions and trans-local concerns so that contemporary issues - migration, the housing question, climate change or agency - become framed and embedded in wider debates. With this approach, we are positioning ourselves against the modernist fragmentation and abstraction of knowledge. Instead, the Institute is concerned with the making-understandable complex machines or apparatuses and the configuration of other trajectories.

The Institute for the History and Theory of Architecture and the City (gtas) and the Sammlung für Architektur und Ingenieurbau (saib) are led since 1 September 2018 by Prof. Dr. Tatjana Schneider. 

Sammlung für Architektur und Ingenieurbau der TU Braunschweig (saib)

Die vom gtas gegründete Sammlung für Architektur und Ingenieurbau der TU Braunschweig (saib) wurde am 16. Juni 2009 eröffnet. Sie befindet sich in Raum 004, im Erdgeschoss des Hauptgebäudes der Universität (Gebäudeteil Schleinitzstraße).

www.saib-braunschweig.de