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Studying

Wassermacht

Seminar
Sommer '26
Kübra Arnitali, Marla Drewes und Kilian Zander

Wasser wird aus den Innenstädten verbannt und kontrolliert reintegriert. Sobald sich die von profitierenden Menschen geschaffene Infrastruktur und Systeme sich gegen Lebewesen wendet, suchen diese Zuflucht bei lebenspendenden Wasser. Die kontrollierte, menschengemachte zirkulierende Darstellung des Wasser trägt weiter zum Narrativ der Besitzbarkeit bei und ihr zirkulierender Charakter suggeriert die Unendlichkeit einer endlichen Ressource. Fontänen werden als Wohltat und Werbezweck instrumentalisiert, stellen aber lediglich eine Symptombekämpfung der Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels dar. Die Lage der Fontänen im kommerziellen Stadtzentrum legt nahe, dass der Sinn dahinter darin liegt, den Konsum und somit das kapitalistische System weiter anzukurbeln, während Lebewesen in weniger kommerziellen Gebieten keinen Zugang zu dieser Infrastruktur bekommen. Nähe zu Wasser wird in immer heißer werdenden Tagen zum Privileg, welches über Leben und Tod entscheidet. Die Kontrolle des Stadtraums und der Stadtgestaltung verstehen wir als eine Unterbindung einer freien Mitgestaltung des Stadtraumes, welche einen Fortbestand des Ausbeuterischen Systems begünstigt. Wir verstehen die Kriminalisierung und Entfernung von Graffiti und die gezielte Einsetzung von Wasserinfrastrukturen im kommerziellen Zentrum als Ausübung von Kontrolle im öffentlichen Raum und somit als Unterbindung einer freien Mitgestaltung des Stadtraums durch die Zensur von Kunst und Meinungsäußerung. Deshalb haben wir mit Plakaten und Stickern auf diesen Sachverhalt aufmerksam gemacht.