Eingebildete Architektur

Performance Kunst

Blockseminar Master M1/2, Bachelor A3

 

Hier das Haus, ich kann es anschauen, darin herumgehen, es befühlen, benutzen, bewohnen. Da der Ort, ich kann ihn aufsuchen, darin mit mir bleiben oder mit anderen sein. Ob ganz bewusst oder als Hintergrundrauschen im Lebensvollzug: so erfährt man Raumgestaltung. Alles andere sind Repräsentationen von Architektur: von der Fotografie über die Skizze bis hin zur Beschreibung. Je mehr die konkreten Details in der medialen Repräsentation zurück treten, desto stärker ist unsere Einbildungskraft herausgefordert, sich von der gestalteten Welt ein Bild zu machen.

Im Seminar experimentieren wir mit der Übersetzung von fiktionalen Architekturen und Orten vom Bildmedium zum Textmedium und vom Text zum Bild. Wie lassen sich Empfindungen zu zeichnerisch dargestellten Orten in Text übersetzen? Und wie lassen sich verschiedene Textgattungen umgekehrt als Inspiration für Entwürfe nutzen?Dabei werden auch die Mensch- und Gesellschaftsbilder der Autoren und Kulturen erörtert, die in diese Visionen eingeflossen sind. Über die kreative Übungen hinaus werden Stränge des utopischen Denkens in der Moderne sichtbar.

Abgabeleistung:
1. "Übersetzung" eines bildnerischen Architekturentwurfs in Form jeglicher Prosa, eines Drehbuchs, eines Gedichts, einer Gebrauchsanweisung o.ä.
2. "Übersetzung" eines literarisch-fiktiven Ortes/Architektur in eine Zeichnung, Collage, Modell o.ä.
3. Ein Referat mit ausformuliertem Kurzessay (5 Seiten) zu den ideengeschichtlichen Hintergründen der fiktiven Architekturen bzw. Orte (Abgabe 22.2.16)

Einführungsveranstaltung am: Montag, 2. 11.16, 15-18 Uhr
Ort: Seminarraum gtas


Teilnahmeempfehlung:
Für Teilnehmer ab dem 3. Studienjahr. Die Teilnahme an allen Blöcken ist obligatorisch
Block A (Einführung): Montag, 2.11.15, 15-18 Uhr
Block B: Freitag, 27.11.15, 10 - 17 Uhr
Block C: Freitag, 15.1.16, 10-17 Uhr
Block D: Freitag, 22.1.16, 10-13 Uhr (Präsentation)
Der Besuch mehrerer individueller Sprechstunden zur Korrektur ist ebenfalls obligatorisch.

 

  

Bild: Berliner Schnauzen: Fischkatze, (c) Andree Volkmann