DISSERTATIONEN

Dissertationen bei Prof. Dr. Karin Wilhelm i. R.; in Vorbereitung

Dipl.-Ing. Arne Herbote: Bauen für die Alfelder Schuhleistenindustrie - Carl Benscheidt (1858-1947) ist allgemein bekannt als Bauherr des Fagus-Werks in Alfeld an der Leine. Die Arbeit nimmt den lokalen Kontext dieser Fabrik und ihres Gründers in den Blick. Sie beschreibt die für den Schuhleistenfabrikanten Benscheidt während der Hochphase der Industrialisierung der Stadt Alfeld zwischen den 1890er Jahren und dem Ersten Weltkrieg geplanten und realisierten Bauprojekte. Analysiert werden so am Beispiel der preußisch-hannoverschen Kleinstadt architekturgeschichtlich und soziologisch relevante Strukturen und Entwicklungen der Industrialisierung und Urbanisierung.

Dipl.-Ing. Detlef Jessen-Klingenberg: Architekturkritik als Kulturkritik: Werner Hegemanns Beitrag zu Architekturtheorie und Publizistik der Weimarer Republik 1924-1933 (Betreuung zusammen mit Prof. Dr. Kristiana Hartmann)

Dipl.-Ing. Martin Bennis: Erinnerungspolitik an Orten ehemaliger Sowjetischer Speziallager 

Dipl.-Ing. Marcia Canales: Analyse und Methode zur Stadterneuerung in Villa El Salvador, Lima - Peru

Dipl.-Ing. Regine Lührs: WEEKEND UTOPIA - Strandhausarchitektur nach 1945 an der Ostküste der USA

Wolfgang Thoener: Funktionalismus. Makel oder Vermächtnis der Moderne? Der Begriff des Funktionalismus in den Debatten um Architektur, Stadt und Design. Entstehung, Wandel und die Frage der Aktualität

 

Abgeschlossene Dissertationen bei Prof. Dr. Karin Wilhelm i. R.

Dipl.-Ing. Susanne Gundlach: Bewertungsverfahren für marktwerterhöhende Gestaltungskriterien von Industriebauten (Betreuung zusammen mit Prof. Per Krusche) - Betriebswirtschaftliche Grundprinzipien bilden die Basis unternehmerischer Entscheidungen. Um den langfristigen Erfolg eines Unternehmens zu sichern, müssen Aufwand und Ertrag in einem optimierten Verhältnis zueinander stehen. Folglich werden bei der Realisierung von Industriebauten gestalterische, für den eigentlichen Verwendungszweck nicht notwendige, aber dennoch werterhöhender Belange oft nicht berücksichtigt. Ziel der Arbeit ist es sein, eine validierte Kriteriensammlung zur Feststellung marktwerterhöhender Gestaltungskriterien für Industriebauten zu erarbeiten, so dass Investitionen in die gestalterische Qualität von Industriebauten zukünftig breiteren Anklang finden.

Dr.-Ing. Gabriele Witt: Beginenhöfe. Die Stiftungen der Johanna und Margareta von Konstantinopel, Gräfinnen von Flandern und Hennegau (UdK Berlin; Gutachter: Prof. Alfred Grazioli, Prof. Dr. Karin Wilhelm; Disputation am 29. Oktober 2004)

Dr.-Ing. Monika Lüdemann: Quartiere und Profanbauten der Juden in Halberstadt (TU Braunschweig; Gutachter: Prof. Dr. Kristiana Hartmann, Prof. Berthold Burkhardt; mündl. Prüfung am 08. Dezember 2003)

Dr.-Ing. Hanjo A. Hautz: Stadt und Hafen: Entwicklungsperspektiven für eine verträgliche Nachbarschaft von Stadt(-entwicklung) und Hafen(-wirtschaft) - Handlungsempfehlungen für den Umgang mit dem zentrumsfernen Stadt-Hafen-Übergang am Beispiel Hamburgs (TU Braunschweig; Gutachter: Prof. Dr. Karin Wilhelm, Prof. Walter Ackers; Disputation am 26. August 2008)   -   Der Strukturwandel in der Seeschifffahrt hat in Hafenstädten weltweit zu Stadtraumveränderungen geführt. Parallel zur räumlichen Separierung hat sich die Stadt-Hafen-Beziehung auch aus kulturgeschichtlicher Sicht verändert und ist aktuell erneut im Wandel begriffen. Einerseits hält die Hafenwirtschaft aufgrund der Zunahme des weltweiten Transportaufkommens am zuvor schon vernachlässigten Hafenrand fest, andererseits sind diese Areale durch die zunehmende Innenentwicklung der Städte auch in das Blickfeld der Stadtplaner gerückt. Die Folge ist eine - wenn auch unfreiwillige - erneute Zuwendung von Stadt und Hafen und die Entstehung nicht mehr eindeutig Stadt oder Hafen zuzuordnender Übergangsbereiche mit konkurrierenden Flächennutzungsansprüchen. Diese Problematik wird am Beispiel Hamburger Hafenrandgebiete untersucht, um die gegenwärtig der expandierende Hafen und die Stadtplaner im Zusammenhang mit dem Leitprojekt "Sprung über die Elbe" konkurrieren. Ergebnis der Arbeit sind Ansatzpunkte für den räumlichen Stadt-Hafen-Übergang, das Zusammenspiel der Akteure unter Einbezug der lokalen Bevölkerung sowie den Transformationsprozess.

Dr.-Ing. Julia Gill: Eigenheimbild und Fertighausrealität. Über das Unbehagen an der Fertighausarchitektur (TU Braunschweig; Gutachter: Prof. Dr. Karin Wilhelm, Prof. Thomas Sieverts; Disputation am 2. Dezember 2008)

Dr.-Ing. Henning Haupt: Experimente in Farbe: zur Integration malerischer Farbräume in einen architektonischen Entwurfsprozess (TU Braunschweig; Gutachter: Prof. Dr. Wilhelm, Prof. Schawelka, Prof. Jenssen; Disputation am 22. Dezember 2008)- In der Dissertation werden die Möglichkeiten des Zusammenwirkens von Farb- und Realraum theoretisch sowie praktisch, an Hand von künstlerischen Arbeiten des Autors, erörtert. In der praktischen Anwendung von Farbe werden emotionale und relative Qualitäten der Farben, sowie die semantische Codierung in den Prozess einer Gestaltfindung integriert. Farbe wird zu einem prägenden Entwurfsansatz einer Architektur, in der sich Raum und Form aus der Farbe heraus entwickeln.

Dr.-Ing. Michael Flagmeyer: Die Architekturen der Deutschen Arbeitsfront (1933-1945). Eine nationalsozialistische Kontrollorganisation als Planungsinstrument (TU Braunschweig; Gutachter: Prof. Dr. Karin Wilhelm, Prof. Dr. Werner Durth, mündl. Prüfung Januar 2009)

Dr. Marion Starzacher: "Raumtendenzen" - Eine sequenzielle Darstellung räumlicher und gesellschaftlicher Veränderungen am Beispiel der Stadt Graz    (TU Graz; Gutachter: Prof. Dr. Elisabeth List, Prof. Dr. Karin Wilhelm, Disputation Februar 2009)

Dr.-Ing. Ivalu Vesely: Toleranz und Städtebau - Die Bedeutung des Fremden in frühneuzeitlichen Stadtgründungen am Beispiel der Exulantenstädte Glückstadt und Friedrichstadt